Kategoriearchiv: Allgemeines

Ich bin fick und fertig!

Mit RTL erklimmt das deutsche Fernsehen immer neue Niveaugipfel. Aktuell läuft „Bauer sucht Frau“. Mehr als zehn Millionen (in Ziffern: 10.000.000) Zuschauer sehen dem Treiben auf dem Lande zu.

Besonders gemein, aber quotenträchtig: Die beiden Darsteller Josef und Narumol werden mit Untertiteln dem Zuschauer verständlich gemacht (bayerisch und thai-deutsch), wobei teilweise extra falsch „übersetzt“ wird. So wird aus einem „Ich bin fix und fertig“ von Narumol schon mal ein „Ich bin fick und fertig“.

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via medienhandbuch.de

Kai Diekmanns riesiger Schniedelwutz

Wie der Südkurier berichtet, prangt seit der Nacht zum 15. November 2009 der „neueste Schelmenstreich“ des Künstlers Peter Lenk auf dem taz-Verlagsgebäude in Berlin. Mit gespreizten Beinen hüpft ein nackter Herr auf Höhe des Erdgeschosses, sein primäres Geschlechtsteil wächst wuchtig bis in 16 Meter Höhe. Ohne viel Phantasie ist Bild-Chefredakteur Kai Diekmann erkennbar. Seine Arbeit versteht Lenk als Erinnerung an den „ersten bedeutenden Penis-Prozess in Deutschland“. Besonders pikant: Die lenkgeschmückte taz-Front liegt genau gegenüber dem Axel-Springer-Hochhaus, in dem Kai Diekmann sitzt. Der nimmt es mit Humor.

Jurist verurteilt wegen Porno-Download

Wegen der Verbreitung pornografischer Filme und Verstoßes gegen das Urheberrecht muss ein angehender Jurist aus Krefeld insgesamt 2.400 Euro Geldstrafe zahlen. Außerdem wurde sein Computer eingezogen. Mehr bei rp-online.de

Merke: Jura-Studium schützt vor Strafe nicht!

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Foto von library_mistress

via wb-law

Mal wieder Zahlen

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Heute war es mal wieder soweit: Ein Journalist rief an und begehrte Zahlen zur Erotikbranche. Wie hoch sind die Umsätze in der Branche? Wie viele Firmen betreiben Websites, mit wie vielen Mitarbeitern und Darstellern und… ? Meine Auskunft ist immer gleich: Leider gibt es kein verlässliches Zahlenmaterial.

Gerne beantworte ich alle Fragen rund um rechtliche Themen. Ich habe Journalisten informiert über Sendezeitbegrenzungen für Erotikseiten, zum Fanny-Hill-Urteil (dpa) etc. pp.  Aber wenn es um Zahlen geht, muss ich Good M. (2007) vertrauen:

Wikipedianische Relevanz von Pornodarstellern

Momentan findet in und über Wikipedia eine heftige Diskussion zur Relevanz von Inhalten statt. Was konkret gehört in die Wikipedia und was nicht? Sind Toiletten in Japan relevant?

Jedenfalls für Pornodarsteller wurden Relevanzkriterien aufgestellt:

Grundsätzlich gelten für Artikel über Pornodarsteller in der Wikipedia dieselben Kriterien wie für sonstige Personenartikel, wobei zu beachten ist, dass Pornodarsteller in anderen Nachschlagewerken oft nicht wegen mangelnder Bedeutung, sondern wegen einer das Thema betreffenden Selbstzensur fehlen. Da eine Aufnahme all jener unbedeutenden Darsteller, die praktisch nur den Status eines Statisten erreichen, nicht dem Sinn der Wikipedia entspricht, sollten zu beschreibende Akteure mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Allgemeine Bekanntheit über die Pornobranche hinaus (wie z.B. Michaela Schaffrath, Dolly Buster, Conny Dax oder Ilona Staller) oder
  • Besondere Bekanntheit innerhalb der Pornobranche (umsatzstarke Filme, namhafte Titel) oder
  • Persönliche Auszeichnungen von Branchenverbänden wie AVN Award, GayVN Award, Hot d’Or, Venus Award oder Eroticline Award

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Foto von Wikipedia

200% impotent und andere Juristenwitze

Verlegen sitzt die Frau beim Anwalt: „Ich will mich scheiden lassen.“ Fragt der Anwalt: „Und der Scheidungsgrund?“ – „Ach, mein Mann ist 200% impotent.“ – „Sie meinen total impotent“, korrigiert der Anwalt. „Nein, ich meine 200% impotent.“ – „Ja, was meinen Sie denn genau?“, fragt der Anwalt. Frau: „Ich meine, dass er schon total impotent war. Aber gestern ist er über den Teppich gestolpert und hat sich die Zunge abgebissen.“

Richter zum Prozessbeteiligten: „Sie beleidigen die Würde des Gerichts! Weshalb erscheinen Sie in Frauenkleidern?“ – „Aber in der Vorladung stand doch, in Sachen meiner Frau!“

Vaterschaftsprozess. Richter zur Mutter: „Hat der von Ihnen bezeichnete Mann Ihnen in der gesetzlichen Empfängniszeit beigewohnt?“
Mutter: „Nee, Herr Vorsitzender, gewohnt hat der nicht bei mir, der ist nur immer zum Bumsen erschienen.“

Eine Zeugin erscheint nicht vor Gericht, da sie kurz vor der Entbindung steht. Zwei Wochen später teilt ihr Anwalt mit: „Frau Schmidhuber hat entbunden. Sie kann jetzt wieder geladen werden.“

Prostitution ist schlecht für die Rente

Nimmt die Ehefrau während des Zusammenlebens ohne Kenntnis und Einverständnis des Ehemannes die Tätigkeit einer Prostituierten auf, ist der Versorgungsausgleich wegen grober Unbilligkeit gem. § 1587 c BGB teilweise auszuschließen.

OLG Bremen (NJW 2009, 3172) vom 7. Juli 2009, Az.: 4 UF 30/09

Rammstein landen auf dem Index

Liebe ist doch nicht für alle da – jedenfalls nicht, wenn es um Rammstein geht. Das Album gleichen Namens darf ab sofort nicht mehr an Minderjährige verkauft werden, weil es die Bundesprüfstelle in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen hat.

Entscheidung Nr. 5682 vom 5. November 2009

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„Hello Pussy“ als Marke (teilweise) nicht eintragungsfähig

Nach einem Beschluss des Bundespatentgerichts vom 10. September 2009 (Az.: 25 W (pat) 66/07 ) ist die Marke „Hello Pussy“ hinsichtlich der unter anderem beanspruchten Waren im Körper-, Gesundheitspflege- und Intimbereich wegen mangelnder Unterscheidungskraft nicht eintragungsfähig. Auszugsweise heißt es in der Entscheidung:

Das Wort „Pussy“ hat mehrere Bedeutungen. So ist es eine Bezeichnung der Vagina, einer intimen Freundin oder ein Katzenname (Küpper, Wörterbuch der Umgangssprache, Stuttgart, München, Düsseldorf, Leipzig 1997, S. 638 Stichwörter Pussy und Pussi). Im englischsprachigen Slang bedeutet „pussy“ darüber hinaus u.a. auch „women in general, with an implication of their being sexually available“ (vgl. Cassell’s Dictionary of Slang, 200, S.961). Wie der Ausdruck verstanden wird hängt dabei von den jeweiligen Umständen ab.

Bei Waren, die im Intimbereich Verwendung finden oder in besonderem Maße dazu dienen können, das Intimleben zu beeinflussen, wird die Bezeichnung „Hello Pussy“, selbst wenn sie nicht als vulgäre Anrede, sondern mehr neutral im Sinne von „intime Freundin“ verstanden würde, als bloße Werbeanpreisung dahingehend verstanden, dass die Waren für den Intimbereich bestimmt sind bzw. darauf einwirken sollen.

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Foto von marfis75