Archiv für den Monat: Februar 2009

Markeneintragung “Hardcore”

Mitteilung des Deutschen Patent- und Markenamtes vom 27. Februar 2009:

In den vergangenen Tagen haben uns zahlreiche Anfragen zu der Marke “Hardcore” (Aktenzeichen 302008045099.1) erreicht.

Die Wortmarke “Hardcore” wurde im Dezember 2008 für Produkte aus den folgenden Bereichen in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) eingetragen:

– Webstoffe und Textilwaren (Klasse 24),
– Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen (Klasse 25),
– Dienstleistungen aus dem Bereich der “Materialbearbeitung” (Klasse 40).

Die Eintragung einer Marke wird durch das Markengesetz geregelt. Ein Anmelder hat grundsätzlich einen Anspruch auf Eintragung der Marke. Das DPMA kann nur dann eine Anmeldung zurückweisen, wenn diese die Anforderungen des Gesetzes nicht erfüllt. Der konkrete Verwendungszweck wird bei der Anmeldung der Marke nicht angegeben und ist im Anmeldeverfahren nicht zu prüfen. Im Falle der Marke “Hardcore” ist die zuständige Markenstelle des Amtes nach sorgfältiger Prüfung der Anmeldung zu dem Ergebnis gelangt, dass die Eintragung nicht verweigert werden kann.

Gegen eine Markeneintragung kann man Widerspruch einlegen. Diese Möglichkeit steht allerdings nur dem Inhaber einer älteren Marke zu, der meint, die neue Marke könnte mit seiner eigenen Marke verwechselt werden. Im Falle der Marke “Hardcore” läuft die dreimonatige Widerspruchsfrist noch. Innerhalb dieser Frist ist auch die Widerspruchsgebühr in Höhe von 120 Euro zu zahlen.

Jeder, der in der Eintragung einen Verstoß gegen das Markenrecht sieht, kann auch nach Ablauf der Widerspruchsfrist die Löschung der Marke beim DPMA beantragen. Innerhalb von drei Monaten nach der Einreichung des Antrags ist eine Gebühr in der Höhe von 300 Euro zu zahlen.

Weitere Informationen zum markenrechtlichen Verfahren finden Sie unter http://www.dpma.de/marke/verfahren/index.html.

Porno-Quiz: Wilde Gina, tiefer Schlund

Die Zeitschrift “Stern” bietet ein Porno-Quiz mit 10 Fragen. Von “Deep Throat” und “Cumshot” über “Teresa Orlowski” und “Dolly Buster” bis zu “Sibel Kekilli” und “Die megageile Küken-Farm”.

Mein Ergebnis: “Sie haben 10 von 10 möglichen Punkten erreicht… Bei so viel detailliertem Fachwissen liegt die Vermutung nahe, dass Sie… beruflich mit der Branche zu tun haben.” Stimmt.

Busengrapscher für Radio-Marktforschung inszeniert

Ein Griff an die Brüste hat beim «Bundesvision Song Contest» am 13. Februar 2009 für Aufregung gesorgt. Der Radio-Moderator des Senders BigFM, Hans Blomberg, sagte bei der Punktevergabe aus Baden-Württemberg, dass die “schönsten zwei Punkte des Abends” bei ihm blieben und grapschte seiner Co-Moderatorin Susanka Bersin (reichlich unbeholfen) an den Busen. Die 28-Jährige reagierte mit “Vollidiot” und einer Ohrfeige.

DWDL erklärt nun die Hintergründe:

Es gibt in der deutschen Medien-Landschaft keine effektivere Möglichkeit seine Media-Budgets zu verbrennen als seine Werbung im Radio zu schalten. Diese Worte will kein Radiomacher hören und doch weiß er ganz genau, dass diese Aussage stimmt, da eine glaubwürdige Reichweitenmessung fehlt. Die zweimal im Jahr veröffentlichten Reichweiten der Radiosender sind die Mühen ihrer zweifelhaften Erhebung nicht wert. Die Werte der Radio-Marktanalyse (Radio-MA) sind stets veraltet und von den Radiosendern quer durch die Republik selbst bewusst manipuliert. Auch hier würde niemand widersprechen. Dieser Konsens über die Trickserei für gute Werte bei den Radio-MAs macht beinahe Angst: Eine ganze Branche betrügt ihre Werbekunden und sich selbst mit Ansage und Anlauf.

Dieser Trickserei ist bei der aktuellen Methode der Radio-MA Tür und Tor geöffnet: Erhoben werden die Reichweiten-Daten vier mal im Jahr per telefonischer Umfrage. Da wird dann zum Beispiel gefragt “Kennen Sie den Sender XY?” oder auch konkreter ob man diesen gewissen Sender schon mal, in den letzten sieben Tagen oder vielleicht sogar gestern erst gehört habe. Mit anderen Worten: Die angerufenen Personen antworten aus der Erinnerung heraus. Und da lässt sich ja nachhelfen: Spektakuläre Gewinnspiele sollen in schöner Regelmäßigkeit passend zu den Erhebungszeiträumen der Radio-MA helfen, die Bekanntheit der Sender zu erhöhen, damit man sich an sie erinnert. Wenn Gewinnspiele nicht mehr reichen, kann man auch noch einen Schritt weiter gehen. So wie BigFM am Freitag beim “Bundesvision Song Contest” auf ProSieben.

T-Shirt des Tages

P4CM (Passion For Christ Movement) verkauft T-Shirts mit besonderen Aussagen: Ex-Atheist, Ex-Homosexual und Ex-Masturbator.

Bläser im Dienst

Gestern parkte ein Kleintransporter der “Nordelbischen Posaunenmission” direkt vor unserer Bürotür. Es blieb ruhig.

Schamhaarentfernung bei Wikipedia

Im Dezember 2008 sperrten mehrere britische Internet-Provider den Zugang zu einem Artikel der Online-Enzyklopädie, weil nach ihrer Einschätzung ein pornografisches Foto gezeigt wurde. Auf einen neuen Fall von Wikipedia-Pornos macht nun Herbert Braun aufmerksam:

Die Wikipedia – genauer gesagt, die begleitende Mediensammlung Wikimedia Commons – hat natürlich ein bisschen mehr für den Aufklärungs-Selbstunterricht zu bieten, aber die Bilder-Seite zum Suchbegriff Schamhaarentfernung (ganz runter scrollen und bei den Weblinks auf Commons klicken, aber bitte nicht im Büro!) hat mich heute doch ein bisschen überrascht. Das Thema scheint jedenfalls den wissenschaftlichen Ehrgeiz der Beiträger so sehr angestachelt zu haben, dass 120 haarlose Fotos zustandegekommen sind.

André Guille, Livre Illustré d’ Erotique (1904)

Pornofilm unterbricht Super Bowl

Für Football-Anhänger in Arizona wurde die Übertragung des Super Bowl zu einer schlüpfrigen Überraschung: Drei Minuten vor Spielende flimmerte plötzlich ein Pornofilm über die Mattscheibe. Zu sehen war ein 30-Sekunden-Clip des privaten Sex-Senders “Jenna Club”.

AFP, BBC, CNN.

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Kein Gemüse für den Super Bowl

Heiße Dessous, flackerndes Kerzenlicht, verführerische Musik und – Gemüse! Der Super-Bowl-Spot der Tierschutzorganisation PETA war den amerikanischen TV-Sendern zu freizügig und wurde deshalb verbannt. Fünf Jahre nach Nipplegate wollte keiner ein Risiko eingehen.

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