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I Like Girls Daily

Twitter hat seinen Umgang mit Urheberrechtsverletzungen geändert. Tweets, die gegen den Digital Millennium Copyright Act verstoßen, werden nicht nur gelöscht, sondern auch durch die folgende Information ersetzt:

Zudem verweist Twitter auf die eigene Copyright and DMCA Policy und Chilling Effects. Dort sind alle Beschwerden dokumentiert, beispielsweise von Demi Lebrun (@demilebrun). Die Dame meldete sich am 24. Oktober 2012 mittels DMCA Takedown Notice. Drei Tage vorher hatte @iLikeGirlsDaily ein Foto von ihr veröffentlicht, me in green shorts with my hair down and pointing at my camera. Noch ist dieses Foto nicht gelöscht, aber als fragwürdiger Inhalt nur für angemeldete Twitterer zugänglich sowie in der Bildersuche von Google hundertfach und in allen Größen zu finden.

Kleingedrucktes

Wer über soziale Netzwerke oder andere Plattformen publiziert, der wird vom Kleingedruckten häufig und heftig eingeschränkt. Besonders wenn es um nackte Tatsachen geht, sind US-amerikanische Unternehmen mehr als spröde. So hat Facebook bereits klassische Gemälde, Puppennippel und die Zeitschrift EMMA zensiert. In den Terms unter Punkt 3.7 heißt es lapidar:

Du wirst keine Inhalte posten, die.. Nacktheit.. enthalten.

Ähnliches findet sich bei YoutubeTwitter, Flickr und WordPress.com. Wo die Grenzen zwischen erlaubter und verbotener Nacktheit verlaufen ist meist unklar. Ein weiteres unschönes Beispiel ist Apple: Wer als Entwickler eine App in den Store einstellen will, der muss vorab das öffentlich nicht zugängliche “iOS Developer Program License Agreement” unterzeichnen, in dem geregelt ist:

Applications may be rejected if they contain content or materials of any kind (text, graphics, images, photographs, sounds, etc.) that in Apple’s reasonable judgment may be found objectionable, for example, materials that may be considered obscene, pornographic, or defamatory.

Gerade bei der Frage was obszön ist, scheiden sich die Geister. Und so sind bereits viele Inhalte dem Apfel zum Opfer gefallen: FOCUSFunny Shoppers, Moby Dick

@RegSprecher twittert Pornolink

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung und Chef des Bundespresseamtes (BPA), twitterte am heutigen Abend zum “demokratischen Neuanfang in Libyen”. Dabei unterlief ihm ein kleiner Fehler. Statt der Pressemitteilung Nr.380 versendete er einen Pornolink. Offensichtlich wurde der Linkverkürzer Bit.ly händisch genutzt und beim Abtippen der URL großes i und kleines L vertauscht: bitly.com/pQI13G und bitly.com/pQl13G.

via chriszim.com

Nachtrag: Wenn diese Hinweise korrekt sind, dann müsste es in Überschrift und Text nicht “Pornolink”, sondern “toter Link” heißen. Aber auch ohne Porno ist es sehr aufschlussreich, dass unser aller Regierungssprecher eine Kurz-URL per Hand abtippt. Von der besonderen Absurdität der ccTLD .ly ganz zu schweigen.

BrianMoynihanSucks.com

Seit Wikileaks-Gründer Julian Assange in einem Interview andeutete, er wolle demnächst Geheimdokumente der Bank of America veröffentlichen, herrscht Aufregung an der Wall Street. Der Aktienkurs des größten US-Geldinstituts brach um mehr als 3% ein und es wurde umgehend ein juristisches SWAT-Team gegründet. Wie Domain Name Wire berichtet, ist dieses Team nun auf die Idee gekommen, massenweise Domains zu registrieren, die den Namen von Vorstandsmitgliedern enthalten, gefolgt von Begriffen wie “sucks” und “blows”. Beispielsweise für CEO Brian Moynihan die Domains BrianMoynihanSucks.com und BrianMoynihanBlows.com, sicherheitshalber auch mit den Endungen .net und .org. Es bleibt abzuwarten, ob damit Kritik im Keim erstickt oder aber der Streisand-Effekt erneut vorgeführt wird. Jedenfalls sind die SWAT’ler bei der Domain bankofamericasucks.com zu spät gekommen.

Grandma Reads 50 Cent’s Tweets

50cent on TwitterGrandma on Youtube

Coververbot für Kanye West

Per Twitter beschwerte sich US-Rapper Kanye West am Wochenende über die Verbannung seines neuen Albums “My Beautiful Dark Twisted Fantasy” aus den Regalen von Wal-Mart. Offensichtlich hatte sich die prüde Supermarktkette an dem Cover gestört. Die Anwort des Rapper: “I really don’t be thinking about Wal-Mart when I make my music or album covers.”