{"id":8899,"date":"2012-09-03T17:37:06","date_gmt":"2012-09-03T15:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/?p=8899"},"modified":"2012-09-03T17:38:03","modified_gmt":"2012-09-03T15:38:03","slug":"tierbordelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pornoanwalt.de\/?p=8899","title":{"rendered":"Tierbordelle"},"content":{"rendered":"<div title=\"Page 48\">\n<p>Der Bundesrat hat vorgeschlagen, dass ein Verbot der Sodomie im Tierschutzgesetz verankert wird. In der <a href=\"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/300-1-12.pdf\">Empfehlung<\/a> hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00e4lle von Sodomie wie auch Verdachtsf\u00e4lle sind bislang einer Ahndung schwer zug\u00e4nglich, da der Nachweis der in \u00a7 17 TierSchG normierten Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden oft nicht zu erbringen ist. Sodomie meint eine besondere Form der Beziehung zwischen Tier und Mensch unter Einschluss sexueller Handlungen. Auch bei ohne feststellbare Schmerzzuf\u00fcgung erfolgenden Eingriffen ist ein Verbot angebracht, um der Staatszielbestimmung des Artikels 20a GG Gen\u00fcge zu leisten. Das tierische Wohlbefinden ist ein Rechtsgut von immer gr\u00f6\u00dfer werdender Bedeutung, so dass es gesetzlich gesch\u00fctzt werden muss. In Bezug auf sexuelle Handlungen sind Tiere wie ein nicht einwilligungsf\u00e4higer Mensch oft wehrlos. Sie m\u00fcssen daher vor menschlichen Eingriffen in ihre artgerechte Selbstentfaltung bewahrt werden.<\/p>\n<p>Dass die Rechtslage zurzeit l\u00fcckenhaft ist, zeigt das folgende Beispiel: Der eine sexuelle Handlung zwischen einem Mensch und einem Tier zwecks Verbreitung Filmende ist nach \u00a7\u00a7 11, 184a StGB strafbar, der unmittelbar Handelnde kann aber nicht belangt werden. Auch die Tatsache der inzwischen wohl auch in Deutschland aufkommenden <strong>&#8222;Tierbordelle&#8220;<\/strong> unterstreicht einen bestehenden Regelungsbedarf.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/1710572.pdf\">aktuellen Entwurf vom 29. August 2012<\/a>\u00a0wurde diese Anregung aufgenommen:<\/p>\n<div title=\"Page 130\">\n<div>\n<div>\n<div>\n<blockquote><p>Die Bundesregierung teilt das Anliegen des Bundesrates, ein Verbot zoophiler Handlungen zum Schutz des Wohlbefindens von Tieren in das Tierschutzgesetz aufzunehmen, um Tiere vor artwidrigen sexuellen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen. Die Bundesregierung anerkennt die Tatsache, dass sexuelle Handlungen an Tieren durch den Menschen geeignet sind, den Tieren regelm\u00e4\u00dfig zumindest Leiden im Sinne des Tierschutzrechts zuzuf\u00fcgen, da hierdurch die Tiere zu einem artwidrigen Verhalten gezwungen werden. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt ein solches Verbot auch dem Gebot eines sittlich verantworteten Umgangs des Menschen mit dem Tier Rechnung, was auch Grund f\u00fcr die Aufnahme des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz war (BT-Drs. 14\/8860). Die Bundesregierung wird die M\u00f6glichkeiten eines bu\u00dfgeldbewehrten Verbots pr\u00fcfen. Sie strebt an, im weiteren Gesetzgebungsverfahren einen entsprechenden Formulierungsvorschlag vorzulegen.<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat vorgeschlagen, dass ein Verbot der Sodomie im Tierschutzgesetz verankert wird. In der Empfehlung hei\u00dft es: F\u00e4lle von Sodomie wie auch Verdachtsf\u00e4lle sind bislang einer Ahndung schwer zug\u00e4nglich, da der Nachweis der in \u00a7 17 TierSchG normierten Schmerzen, Leiden oder Sch\u00e4den aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden oft nicht zu erbringen ist. 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