{"id":5354,"date":"2010-12-21T21:01:59","date_gmt":"2010-12-21T20:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/?p=5354"},"modified":"2014-04-08T01:42:00","modified_gmt":"2014-04-07T23:42:00","slug":"britische-zensurfantasien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pornoanwalt.de\/?p=5354","title":{"rendered":"Britische Zensurfantasien"},"content":{"rendered":"<p>Die britische Regierung plant &#8211;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/society\/2010\/dec\/19\/broadband-sex-safeguard-children-vaizey\" target=\"_blank\">Medienberichten zufolge<\/a> &#8211; den Internetprovidern der Insel die Auslieferung pornografischer Inhalte generell zu verbieten. Surfer, die sie dennoch sehen wollen, w\u00fcrden dann erst auf Anfrage freigeschaltet (Opt-In-Verfahren).<\/p>\n<p>Medienminister\u00a0<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ed_Vaizey\" target=\"_blank\">Ed Vaizey<\/a>\u00a0will im Januar 2011 eine Konferenz mit Providern einberufen, die sich dabei verpflichten sollen, k\u00fcnftig keine Pornografie an private Internetanschl\u00fcsse zu \u00fcbermitteln. &#8222;Es ist wichtig, dass die Provider eine L\u00f6sung erarbeiten, um Kinder zu sch\u00fctzen,&#8220; sagte Vaizey und schob gleich eine Drohung nach: &#8222;Ich hoffe, sie kriegen das hin, damit wir das nicht per Gesetz regeln m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Drehbuch zu diesen britischen Zensurfantasien k\u00f6nnte die deutsche Kommission f\u00fcr Jugendmedienschutz (<a href=\"http:\/\/www.kjm-online.de\" target=\"_blank\">KJM<\/a>) geliefert haben. In deren <a href=\"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/?p=630\" target=\"_blank\">T\u00e4tigkeitsbericht 2007-2008<\/a> steht:<\/p>\n<blockquote><p>Im Berichtszeitraum ist die Problematik unzul\u00e4ssiger (etwa pornografischer) und anderer problematischer Internetangebote aus dem Ausland zu einem Schwerpunkt der \u00f6ffentlichen Debatte \u00fcber den Jugendmedienschutz in Deutschland geworden. (Seite 41)<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund hat die KJM nun zun\u00e4chst den Weg gew\u00e4hlt, mit den gro\u00dfen Access-Providern in Deutschland sowie mit der FSM und dem Verband der deutschen Internet-Wirtschaft (eco) \u00fcber die Problematik ins Gespr\u00e4ch zu kommen und&#8230; freiwillige L\u00f6sungen&#8230; zu finden.<\/p>\n<p>Eine Zusage der Access-Provider hierzu konnte in dem Gespr\u00e4ch allerdings nicht erzielt werden&#8230; Die KJM sprach sich f\u00fcr eine Fortf\u00fchrung des Dialogs aus, machte aber deutlich, dass sie &#8211; sollten die Gespr\u00e4che scheitern \u2013 von der Ma\u00dfnahme der Sperrverf\u00fcgungen, die im JMStV ausdr\u00fccklich vorgesehen und in den erw\u00e4hnten Gutachten trotz Schwierigkeiten in der Praxis auch grunds\u00e4tzlich als M\u00f6glichkeit best\u00e4tigt worden ist, Gebrauch machen werde. Zudem will sich die KJM f\u00fcr Gesetzesversch\u00e4rfungen einsetzen, die die Access-Provider zuk\u00fcnftig st\u00e4rker in die Pflicht nehmen. (Seite 42)<\/p><\/blockquote>\n<p>In diesem Zusammenhang sind auch die <a href=\"http:\/\/www.doerre.com\/jugendschutz\/20101215_rlp-beck-jmstv.pdf\" target=\"_blank\">j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen<\/a> von Ministerpr\u00e4sident<br \/>\nKurt Beck, dem Vorsitzenden der Rundfunkkommission der L\u00e4nder, wenig \u00fcberraschend. Er sagte:<\/p>\n<blockquote><p>Basierend auf den derzeitigen rechtlichen Grundlagen werden die Jugendschutzbeh\u00f6rden Sperrverf\u00fcgungen erlassen.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die britische Regierung plant &#8211;\u00a0Medienberichten zufolge &#8211; den Internetprovidern der Insel die Auslieferung pornografischer Inhalte generell zu verbieten. Surfer, die sie dennoch sehen wollen, w\u00fcrden dann erst auf Anfrage freigeschaltet (Opt-In-Verfahren). 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