{"id":3120,"date":"2010-05-30T22:22:53","date_gmt":"2010-05-30T20:22:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/?p=3120"},"modified":"2010-05-30T22:22:53","modified_gmt":"2010-05-30T20:22:53","slug":"freispruch-fur-titanic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pornoanwalt.de\/?p=3120","title":{"rendered":"Freispruch f\u00fcr Titanic"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/?p=3120\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3122\" title=\"titanic-kirche-heute\" src=\"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/titanic-kirche-heute.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/titanic-kirche-heute.jpg 450w, https:\/\/pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/titanic-kirche-heute-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Pressemitteilung des Presserats vom 28. Mai 2010:<\/p>\n<p>Der Beschwerdeausschuss 2 des Deutschen Presserats hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit der TITANIC-Karikatur \u201eKirche heute\u201c vom April 2010 befasst und 198 Beschwerden hierzu als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen. Das Satire-Magazin hatte auf dem Titelbild der April-Ausgabe einen katholischen Geistlichen gezeigt, der in Schritth\u00f6he vor Jesus am Kreuz kniet, der im Gesicht dunkelrot angelaufen ist. Die H\u00e4nde des Geistlichen sind ebenfalls auf Schritth\u00f6he des am Kreuze h\u00e4ngenden Jesus zu sehen. 198 Leser hatten sich \u00fcber diese Karikatur beim Presserat beschwert und vor allem einen Versto\u00df gegen die Ziffer 10 des Kodex angef\u00fchrt. Darin hei\u00dft es: \u201eDie Presse verzichtet darauf, religi\u00f6se, weltanschauliche oder sittliche \u00dcberzeugungen zu schm\u00e4hen.&#8220;<\/p>\n<p>Der Beschwerdeausschuss machte in der Diskussion deutlich, dass die vorliegende Karikatur die zugespitzte Darstellung eines gesellschaftlichen Missstandes innerhalb der Institution Kirche ist und als solche nicht eine Religion schm\u00e4ht. Aufgabe von Karikaturen und Satire ist es, Diskussionen in einer Gesellschaft so aufzugreifen, dass sie diese pointiert und manchmal auch an Grenzen gehend darstellt. Die aktuelle Debatte \u00fcber den sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen in der katholischen Kirche wird in der Darstellung visualisiert. Die Karikatur ist provozierend. Genau deshalb r\u00fcttelt sie auf und veranlasst Leser, \u00fcber die Missst\u00e4nde in der Kirche nachzudenken. Ursula Ernst, Vorsitzende des Beschwerdeausschusses: \u201eHier wird nicht Jesus oder der christliche Glaube verh\u00f6hnt, sondern das Verhalten christlicher W\u00fcrdentr\u00e4ger kritisiert, die sich ihren Schutzbefohlenen gegen\u00fcber falsch verhalten haben. Eine Kirche, die dies deckt oder nicht gen\u00fcgend zur Aufkl\u00e4rung beitr\u00e4gt, muss auch mit dieser Art von Kritik leben. In einer Demokratie ist die Pressefreiheit ein ma\u00dfgebliches Gut, die auch Kritik an ihren Grundpfeilern, wie sie das Christentum in Deutschland darstellt, mit einschlie\u00dft.&#8220;<\/p>\n<p>Der Ausschuss erl\u00e4utert, dass die Karikatur Jesus am Kreuz auch als Opfer darstellt. Es handelt sich somit eben nicht um die Verh\u00f6hnung der religi\u00f6sen Gef\u00fchle der Gl\u00e4ubigen, sondern um eine Kritik an den W\u00fcrdentr\u00e4gern und der dahinter stehenden Kirche, die sich dieser Kritik stellen muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung des Presserats vom 28. Mai 2010: Der Beschwerdeausschuss 2 des Deutschen Presserats hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit der TITANIC-Karikatur \u201eKirche heute\u201c vom April 2010 befasst und 198 Beschwerden hierzu als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckgewiesen. 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