{"id":11198,"date":"2014-12-01T11:55:55","date_gmt":"2014-12-01T10:55:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/?p=11198"},"modified":"2014-12-01T11:55:55","modified_gmt":"2014-12-01T10:55:55","slug":"advent-advent-die-wohnung-brennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pornoanwalt.de\/?p=11198","title":{"rendered":"Advent, Advent, die Wohnung brennt.."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11199\" src=\"http:\/\/www.pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/adventskranz.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"279\" srcset=\"https:\/\/pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/adventskranz.jpg 640w, https:\/\/pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/adventskranz-300x130.jpg 300w, https:\/\/pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/adventskranz-500x217.jpg 500w, https:\/\/pornoanwalt.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/adventskranz-624x272.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Aus einem Urteil des OLG D\u00fcsseldorf (NJW-RR 2000, 621):<\/p>\n<blockquote><p>Dem Versicherungsnehmer, der am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages die Kerzen eines Adventskranzes auf dem Wohnzimmertisch angez\u00fcndet und den Fr\u00fchst\u00fcckskaffee zubereitet hat, sich in das Schlafzimmer begibt, um seine Lebensgef\u00e4hrtin zu wecken, sich dort von ihr ablenken l\u00e4sst und deshalb den sich entwickelnden Brand nicht bemerkt, ist in subjektiver Hinsicht kein unentschuldbares Fehlverhalten vorzuwerfen, so dass der Hausratsversicherer nicht wegen grob fahrl\u00e4ssiger Herbeif\u00fchrung des Versicherungsfalls leistungsfrei ist.<\/p>\n<p>Aus den Gr\u00fcnden<\/p>\n<p>Sie [die Versicherung] hat die Einlassung des Kl\u00e4gers, er habe sich nur kurz ins Schlafzimmer begeben wollen, um seine Lebensgef\u00e4hrtin zu wecken, nicht entkr\u00e4ften k\u00f6nnen. Unwidersprochen ist das Landgericht davon ausgegangen, da\u00df der Kl\u00e4ger nach dem Betreten des Schlafzimmers aufgrund der \u201ek\u00f6rperlichen Reize\u201d seiner Lebensgef\u00e4hrtin nicht mehr an den brennenden Adventskranz gedacht habe. F\u00fcr die Darstellung des Kl\u00e4gers, von seiner Lebensgef\u00e4hrtin ungeplant abgelenkt worden zu sein, spricht im \u00fcbrigen, da\u00df er unstreitig den Fr\u00fchst\u00fcckskaffee bereits zubereitet hatte, als er sich in das Schlafzimmer begab. Sein Verhalten erscheint danach zwar fahrl\u00e4ssig, aber \u2013 unabh\u00e4ngig davon ob der Aufenthalt im Schlafzimmer 15 oder bis zu 60 Minuten dauerte \u2013 nicht in einem Ausma\u00df schuldhaft, welches als unverzeihlich und damit als vorwerfbar grob fahrl\u00e4ssig einzustufen w\u00e4re (vgl. Senat, NVersZ 1998, 41; OLG M\u00fcnchen NVersZ 1999, 336).<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ber\u00fccksichtigt der Senat, da\u00df es sich bei dem Brennenlassen der Kerzen auf leicht entflammbarer Unterlage nicht um eine f\u00fcr den Kl\u00e4ger allt\u00e4gliche, sich st\u00e4ndig wiederholende und deshalb routinem\u00e4\u00dfig beherrschte Gefahrensituation handelte. Die durch das unbeaufsichtigte Brennenlassen von Adventskranz- oder Weihnachtsbaumkerzen entstehende besondere Gefahrensituation ergibt sich vielmehr nur in der Weihnachtszeit. Es erscheint deshalb in subjektiver Hinsicht nicht als unverzeihliches Fehlverhalten, da\u00df der Kl\u00e4ger sich der von dem Adventskranz ausgehenden Gefahr w\u00e4hrend seines nach der Ablenkung durch seine Lebensgef\u00e4hrtin ungeplant verl\u00e4ngerten Aufenthalts im Schlafzimmer zeitweilig nicht mehr bewu\u00dft war.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus einem Urteil des OLG D\u00fcsseldorf (NJW-RR 2000, 621): Dem Versicherungsnehmer, der am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages die Kerzen eines Adventskranzes auf dem Wohnzimmertisch angez\u00fcndet und den Fr\u00fchst\u00fcckskaffee zubereitet hat, sich in das Schlafzimmer begibt, um seine Lebensgef\u00e4hrtin zu wecken, sich dort von ihr ablenken l\u00e4sst und deshalb den sich entwickelnden Brand nicht bemerkt, ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-11198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11198"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11200,"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11198\/revisions\/11200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pornoanwalt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}